Highlights II

5 Jahre Stiftung für Konkrete Kunst und Design

Ausstellungsplakat "Highlights 2"

Laufzeit: 30.09. bis 18.11.2012

Anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens werden in einer großen Jubiläumsausstellung die Bestände der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt erstmals in ihrer ganzen Breite vorgestellt.

Mittlerweile sind 14 international bedeutende Künstler und Gestalter in der Stiftung vertreten. Einige von ihnen wie Ludwig Wilding, Klaus Staudt, Hermann Bartels, Hans Berchtenbreiter, Rolf Glasmeier oder Christian Megert kennen die Museumsbesucher des MKK bereits aus Einzelausstellungen. Daneben werden zahlreiche neu hinzugekommene Werke von Edgar Gutbub, Vera Molnar, Camill Leberer, Imre Kocsis, Timm Ulrichs, Hartmut Böhm und Erich Buchholz erstmals präsentiert. Die Idee zur Gründung einer Stiftung für Konkrete Kunst und Design wurde 2006 während einer Dienstreise geboren. Die eng an das Museum für Konkrete Kunst gekoppelte Stiftung kümmert sich speziell um Künstlernachlässe bedeutender Vertreter der Konkreten Kunst.

Mitbegründer der Stiftung war auch der Künstler Ludwig Wilding, der für seinen Nachlass zunächst eine eigene Stiftung gründen wollte. Für die Idee einer gemeinsamen Stiftung in Ingolstadt ließ sich Wilding jedoch schnell begeistern. Gabriel Engert, Kulturreferent der Stadt Ingolstadt, gelang es, für dieses Projekt die Audi AG als Kooperationspartner zu gewinnen. Mit deren Hilfe konnten jedes Jahr eine Ausstellung zu einem Künstler und eine Publikation realisiert werden. Der Erfolg des Projektes ließ die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt in den vergangenen fünf Jahren ihres Bestehens stetig anwachsen, sodass nunmehr bereits 14 Künstler und Gestalter in der Ausstellung präsentiert werden können.

Zum Jubiläum erscheint ein umfangreicher Katalog, in dem die Künstler mit einer Auswahl ihrer Arbeiten sowie mit zahlreichen Texten gewürdigt werden.

Raw Materials

vom Baumarkt ins Museum

Ausstellungsplakat "Raw Material"

Laufzeit: 26.05. bis 16.09.2012

Spanplatten, Abflussrohre, Schleifpapiere, Tapeten und Farbeimer – seit den 1960er Jahren verwenden immer mehr Künstler solche einfachen Materialien aus dem Baumarkt für ihre Arbeiten.

Die Ausstellung „Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum“ stellt diesen bemerkenswerten Aspekt der internationalen zeitgenössischen Kunst erstmals umfassend vor. 36 Künstler aus acht Ländern sind mit Skulpturen, Wandarbeiten, Videos, Fotografien und Rauminstallationen vertreten, in denen wohlbekannte Alltagsmaterialien überraschend und bisweilen mit viel Witz und Humor verwendet werden.

Teilnehmende Künstler sind u.a. Günther Uecker, Michael Beutler, Erwin Wurm, Ottmar Hörl, Thomas Rentmeister, Anselm Reyle und Timm Ulrichs. Seit sich die Kunst zu Beginn des 20. Jahrhunderts immer mehr von ihren historischen Wurzeln befreite, fanden zunehmend auch neue Materialien Verwendung im künstlerischen Kontext. Den nachhaltigsten Akzent dieser Entwicklung setzte Marcel Duchamp in den 1910er Jahren mit den Ready Mades, als er gewöhnliche Alltagsgegenstände als Kunst im Museum präsentierte. Er stieß damit einen neuen Zugang zum Umgang mit vermeintlich unkünstlerischen Materialien an, der bis heute nachwirkt. So lässt sich kaum ein Material benennen, das seitdem nicht Eingang in ein Kunstwerk gefunden hat. Dabei fällt auf, dass in den letzten Jahrzehnten immer mehr Künstler im Baumarkt auf die Suche nach Inspiration gingen und das gesamte Sortiment nutzten – von der Schwerlastpalette bis zum Fenstergriff, vom Zollstock bis zum Installationsrohr, von der Möbeldecke bis zur Dämmplatte. Der Baumarkt entwickelte sich zu einem regelrechten Eldorado für zahlreiche Künstler.

Die Ausstellung „Raw Materials – Vom Baumarkt ins Museum“ stellt diesen künstlerischen Aspekt erstmals umfassend vor. Rund 50 Werke von 36 Künstlern präsentieren ein faszinierend vielseitiges Spektrum, das die unterschiedlichsten Gattungen, Themen und Fragestellungen der zeitgenössischen Kunst abdeckt. So werden in Ingolstadt Wandarbeiten, Skulpturen, Fotografien, Videoarbeiten und Ready Mades zu sehen sein. Eigens für die Ausstellung entstehen zudem mehrere raumgreifende Installationen aus Baumaterialien, unter anderem von Thomas Rentmeister und Knut Henrik Henriksen.

So bietet „Raw Materials“ eine einzigartige Reise zu bekannten Materialien, die hier aus völlig neuen Blickwinkeln wahrgenommen werden können – und durch die sicherlich auch der nächste Besuch im Baumarkt eine neue Erfahrung wird.

Zur Ausstellung erscheint außerdem ein umfangreicher Katalog im Kerber Verlag, in dem 21 Künstler in Interviews Einblick in ihr besonderes Verhältnis zum Baumarkt und zu „Raw Materials“ geben.

Highlights I

20 Jahre Museum für Konkrete Kunst Glanzstücke aus der Sammlung

Laufzeit: 11.03. bis 13.05.2012

Zu seinem 20-jährigen Jubiläum zeigt das MKK in einer eigens konzipierten Ausstellung Glanzstücke aus seiner bedeutenden Sammlung. Neben Gemälden, Skulpturen und Installationen werden auch ausgewählte Designobjekte präsentiert. Das MKK wurde 1992 in den Räumen eines Kasernengebäudes aus dem 18. Jahrhundert eröffnet. Grundstock war Eugen Gomringers Sammlung mit Werken Konkreter Kunst, die 1982 von der Stadt Ingolstadt angekauft wurde - mit großzügiger Unterstützung durch die Bürger sowie ortsansässige Unternehmen, die damals die einmalige Chance erkannten, das kulturelle Leben der Stadt durch ein Kunstmuseum von überregionaler Bedeutung zu bereichern. Seit damals wurden die Bestände des MKK ständig erweitert. Durch Ankäufe, Schenkungen und Leihgaben wurde eine der umfangreichsten Sammlungen Konkreter Kunst aufgebaut. Dabei wurde schon früh auch das Design in die Planungen mit einbezogen, gab es doch zahlreiche enge Berührungspunkte mit der Konkreten Kunst seit deren Anfängen in den 1910er und 20er Jahren.

Für die Jubiläumsausstellung werden Glanzstücke des Museumsbestandes ausgewählt, die das gesamte Spektrum der Konkreten Kunst von den Anfängen bis ins 21. Jahrhundert abbilden. Daneben werden Designobjekte gezeigt, die den Kunstwerken gegenübergestellt werden und dadurch die Präsentation um neue Perspektiven ergänzen. Die Jubiläumsausstellung bietet auch einen Ausblick in die Zukunft des MKK. Derzeit laufen die Planungen für einen Neubau des Museums, der 2015 eröffnet wird. Auf einer deutlich vergrößerten Ausstellungsfläche werden dann Kunst und Design gemeinsam präsentiert.

Von gestern bis morgen

Industriefotografie des Schubsa-Geländes von Albert Renger-Patzsch und Architektur-Entwürfe für das MKKD

Laufzeit: 04.02. bis 26.02.2012

Der internationale Architektenwettbewerb um den Umbau und die Erweiterung der alten Gießereihalle zum MKKD - Museum für Konkrete Kunst und Design ist nun abgeschlossen und es liegen 15 Pläne zur Umgestaltung des Gebäudes vor. Das MKK präsentiert die Wettbewerbsergebnisse von 15 renommierten Planungsbüros. U. a. werden Pläne und Modelle von Zaha Hadid Architects, die für den Bau des MAXXI Museum - Museum der Künste des 21. Jahrhunderts in Rom verantwortlich zeichneten, Kuehn Malvezzi, die in Berlin den Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart durch den Gebäudetrakt der Friedrich Christian Flick Collection erweiterten, staab ARCHITEKTEN, die die Sanierung und den Umbau des Albertinums in Dresden leisteten sowie Schweger + Partner Architekten, die die Konzeption des ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie mit MNK Museum für Neue Kunst und HFG Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe lieferten. Den Architekturentwürfen werden in der Ausstellung Industriefotografien von Albert Renger-Patzsch zur Seite gestellt, die im Auftrag der Schubert & Salzer AG von 1949 bis 1965 entstanden.

Time Capsule

Eine Frau, ein Baum, eine Kuh

Ausstellungsplakat "Time Capsule"

Laufzeit: 29.01. bis 26.02.2012

Das 20. Jubiläumsjahr des MKK beginnt mit der Ausstellung „Time Capsule - Eine Frau, ein Baum, eine Kuh“. Begeistert von den Ideen der konkret-konstruktiv schaffenden Künstler konzipierten die Münchner Künstler, Designer und Kuratoren Michael Biber und Hannes Gumpp diese Ausstellung, die einen individuellen Blick auf das zeitgenössische Wechselspiel von konstruktiver Kunst und Design bietet. Der Titel geht auf Theo van Doesburgs Manifest der Konkreten Kunst zurück, in dem er die rhetorische Frage stellt: „Sind denn auf einer Leinwand eine Frau, ein Baum, eine Kuh konkrete Elemente?“ Die Ausstellung, die Arbeiten junger Künstler und Designer in einem eigens errichteten Raum präsentiert, nimmt auf die wegweisenden Installationen der klassischen Moderne Bezug.

Kuratiert von Hannes Gumpp und Michael Biber

Mit Arbeiten und Beiträgen von:
Madeleine Boschan, Lars Breuer, Michael Biber, Angela Bulloch, André Butzer, Robert Crotla, Paolo Dell`Elce , Marco Dessi, Emanuel Eckl, Johannes Evers, Poul Gernes, Barbara Glasner, Ioan Grosu, Hannes Gumpp, Max Gumpp, Leonhard Hurzlmeier, Gerhardt Kellermann, Matthias Lehrberger, Hansjerg Maier-Aichen, Christian Malycha, Björn Martenson / Sonja Nagel / Jan Theissen, Patrick Fabian Panetta, Alex Rath, Thomas Schnur, Daniela Stöppel, Ann-Kathrin Strecker, Emanuel Seitz, Agnieszka Szostek, Mirko Tschauner, Jan Wertel / Gernot Oberfell, Emanuel Wadé, Maxim Fon Wolff-Kiesselev, Thomas Winkler.