Hans Jörg Glattfelder


Ausstellungsansicht "Hans Jörg Glattfelder" MKK 2019, Foto: Hubert P. Klotzeck

Laufzeit: 24.11. bis 26.01.2020

Der konkrete Künstler Hans Jörg Glattfelder (* 1939) wird dieses Jahr 80 Jahre alt. Zu diesem Anlass richtet ihm das MKK eine Ausstellung im Erdgeschoss ein.

Der Schweizer beschäftigt sich in seiner streng geometrischen Arbeitsweise mit wissenschaftlichen Raumdefinitionen. Als einer der Ersten gab er den in der Konkreten Kunst so wichtigen rechten Winkel zugunsten von mehrdimensionalen Raumkonzepten auf. Er setzte sich damit auseinander, die komplexen Raumvorstellungen der modernen Physik auf die konstruktive Kunst zu übertragen. Seine zentrale Fragestellung war dabei stets das Hinterfragen des Verhältnisses von Raum zu Fläche.

Alle ausgestellten Arbeiten stammen aus der Sammlung Beat Maeschi.

Günter Fruhtrunk

Kunst und Buch


Günter Fruhtrunk, Orgelpunkt, Et. 2, 1965, Acryl und Kasein auf Pressspanplatte, © Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt, München

Laufzeit: 30.06. bis 01.09.2019

Das Werk von Günter Fruhtrunk (1923-1982), der viele Jahre an der Münchner Akademie der Bildenden Künste lehrte, ist zu einem der charakteristischsten der alten Bundesrepublik geworden. Mit seinen Streifenkompositionen, die er mittels Leucht- und Kontrastfarben zum Flimmern brachte, ging Fruhtrunk in der optischen Wirkung bis an die Grenze des Erträglichen. In dem von der Günter Fruhtrunk Gesellschaft herausgegebenen Verzeichnis sind erstmalig alle Werkgruppen vollumfänglich abgebildet.  Aus der Sammlung von Maximilian und Agathe Weishaupt werden Meisterwerke ausgestellt.

Peter Weber

Kunst und Buch


Peter Weber WVZ 1976/9 Interferenzstufung 8 (rot), 1976/77 Acryl auf Holz, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Laufzeit: 14.04. bis 23.06.2019

Anlässlich des 75. Geburtstags von Peter Weber (*1944) erscheint ein opulentes Werkverzeichnis, das dank der Unterstützung des Sammlerehepaars Maximilian und Agathe Weishaupt möglich wurde. Webers Faltungen aus Filz, Baumwolle, Papier und sogar in Stahl waren schon öfters in Ingolstadt zu sehen. Für diese Jubiläumsschau im MKK  hat der Künstler einen ganz besonderen Querschnitt im Sinn.

Gemalte Diagramme

Bauhaus, Kunst und Infografik


Richard Paul Lohse, Fünfzehn systematische Farbreihen in progressiven Horizontalgruppen, Öl auf Leinwand, 150 x 150 cm, 1962, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Gefördert im Fonds Bauhaus heute der


Laufzeit: 31.03. bis 29.09.2019

Die Ausstellung „Gemalte Diagramme. Bauhaus, Kunst und Infografik“ legt offen, dass bis heute eine erstaunliche Wechselwirkung zwischen Infografik und Kunst besteht, deren Anfänge im Bauhaus und seinem Umfeld zu finden sind. Wer etwas erklären oder von etwas überzeugen will, der versucht, Zahlen verpackt in Bildern zu liefern.

Diagramme sind Bilder, die statistische Größen und Größenbeziehungen vermitteln möchten; Bilder mit hohem Grad an Abstraktion, erzeugt mit minimalen Mitteln. Exakt so lassen sich viele Werke der Konkreten Kunst beschreiben.

Die Präsentation zeigt Werke von rund 30 internationalen Künstler*innen und demonstriert, wie Inhalte und Ästhetiken von Diagrammen auf subversive, ironische oder affirmative Art in der Bildenden Kunst eingesetzt werden. Andersherum betrachtet sie auch, welches Repertoire an künstlerischen Gestaltungsmitteln abermals von Grafikern*innen wie selbstverständlich angewandt wird. Aus beiden Perspektiven zeigt sich: Es geht immer um einen durch ästhetische Mittel gesteuerten Erkenntnisprozess, hinter dem im schlechtesten Fall die Manipulation und im besten Fall ein Wahrheitsgewinn steckt.