Marie-Luise Heller


Marie-Luise Heller, Dia-Objekt, 1970, Sprühlack auf Acrylglas, 30 x 30 cm, 2-teilig, ©VG Bild-Kunst Bonn 2018, Foto: Sandra Vitting

Marie-Luise Heller, Dia-Objekt, 1969, Sprühlack auf Acrylglas, 30 x 30 cm, 2-teilig, ©VG Bild-Kunst Bonn 2018 Foto: Sandra Vitting

Laufzeit: 15.04. bis 17.06.2018

Eröffnung am Samstag, 14.04.2018

Seit Kurzem wird das Werk von Marie-Luise Heller (1918–2009) wiederentdeckt, deren Malerei dank ihrer kräftigen Farbwahl und der dynamischen Kompositionen an die amerikanische Pop Art denken lässt. Doch ist es eine ungegenständliche Variante mit Motiven wie Linien und Spiralen, die wiederum in deutlichem Bezug zur Konkreten Kunst stehen. Im Jahr 1967 wandte sich Heller dem Kunststoff als Träger ihrer Malerei zu. Sie montierte transparentes Plexiglas in mehreren Scheiben hintereinander und erschuf dadurch Objekte mit überraschender optischer Wirkung. Je nach Standort des Betrachters verändert sich die Wahrnehmung.

Der künstlerische Werdegang von Marie-Luise Heller ist exemplarisch für Frauen der Kreativszene in der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre hinein. Es war eine Zeit, in der sich Künstlerinnen nur schwer am Kunstmarkt behaupten konnten. Im Erdgeschoss des Museums wird ein Querschnitt ihres Schaffens gezeigt.