19:00 Uhr

Kunst im Umbruch

mit Elisabeth Fenk

Mittwoch, 28.11.2019, 19:00 Uhr
6,00 €
In Kooperation mit der Volkshochschule Ingolstadt

Die Veranstaltungsreihe "Kunst im Umbruch" von Elisabeth Fenk widmet sich in jedem Semester der Volkshochschule einer spezifischen Umbruchsphase in der (Kunst-)Geschichte. Dieses Mal wird das Menschenbild verschiedener Epochen und Darstellungsweisen beleuchtet.

 

III. Das Menschenbild in der Bildenden Kunst der Klassik und des Barock

Das Menschenbild in der Bildenden Kunst der antiken Klassik (550-400 v. Chr.), wieder entdeckt und neu ausgestaltet in der Renaissance (1450-1590)und erneut aktualisiert im Klassizismus der Aufklärung (1770-1830) ist geprägt vom Ideal. Nach dem Prinzip der Kalokagathia ist das Gute ("nur") im Schönen darstellbar. Das gilt vor allem für den nun autonom gedachten Menschen. Dieses Schöne wandelt sich im Barock in einen sich verselbstständigenden Überschwang der Formen, (Rubens), nicht mehr fundiert in der "schönen" Autonomie des Menschen, sondern im Luxus aristokratisch-paradiesischer Welten, angesiedelt im antiken Arkadien. Das betrifft sowohl den kirchlichen als auch den weltlichen Bereich. Die Unterschicht steht völlig im Schatten.