Günter Fruhtrunk

Kunst und Buch


Günter Fruhtrunk, Orgelpunkt, Et. 2, 1965, Acryl und Kasein auf Pressspanplatte, © Sammlung Maximilian und Agathe Weishaupt, München

Laufzeit: 30.06. bis 01.09.2019

Eröffnung am samstag, den 29.06.2019, 19:00 Uhr


Das Werk von Günter Fruhtrunk (1923-1982), der viele Jahre an der Münchner Akademie der Bildenden Künste lehrte, ist zu einem der charakteristischsten der alten Bundesrepublik geworden. Mit seinen Streifenkompositionen, die er mittels Leucht- und Kontrastfarben zum Flimmern brachte, ging Fruhtrunk in der optischen Wirkung bis an die Grenze des Erträglichen. In dem von der Günter Fruhtrunk Gesellschaft herausgegebenen Verzeichnis sind erstmalig alle Werkgruppen vollumfänglich abgebildet.  Aus der Sammlung von Maximilian und Agathe Weishaupt werden Meisterwerke ausgestellt.

Brunnquell

Lampendesign aus Ingolstadt


Traudl Brunnquell, LAMPE 8236, 1960er, © Nachlass Brunnquell, Foto: Helmut Bauer

Laufzeit: 13.10.

Eröffnung am Samstag, den 12.10.2019, 19:00 Uhr

 

Die Firma Brunnquell brachte nicht nur Licht, sondern auch erschwingliches Design in die Wohnwelten der BRD.  Um eine kleine Lampen-Produktion erweitert, wagte 1948 die Firma, die bislang in Thüringen  elektrische Ausrüstungen wie Rosetten, Lüsterklemmen, Armaturen und Abzweigringe produziert hatte, in Ingolstadt einen Neuanfang.

In der wechselvollen Firmengeschichte zeigen sich die Auswirkungen der politischen Verhältnisse des 20. Jahrhunderts, wie sie viele mittelständische Betriebe erlebt haben. Davon losgelöst steht das Lampendesign. Es verkörpert eine neue Ära,  in der sich künstlerische Ideen mit einem fortschrittlichen Zeitgeist verbunden haben. Designgrößen wie Wilhelm Wagenfeld und Erich Slany  lieferten Entwürfe und Brunnquell-Leuchten wurden auf internationalen Messen ausgestellt. Vor allem aber ist die Firma zur Heimat und Berufung einer der wenigen Frauen des Lampendesigns geworden: Traudl Brunnquell-Adam (1919-2010). Die in Vergessenheit geratene Designerin wäre 2019 100 Jahre alt geworden – ein Anlass, sich mit ihrem Werk auseinanderzusetzen.

Die Stiftung für Konkrete Kunst und Design, die am MKK beheimatet ist, bewahrt und pflegt seit 2017 das Design-Erbe der Firma Brunnquell.

Wolfram Ullrich

Kunst und Buch


Wolfram Ullrich, MIDI, 2013, Acryl auf Stahl, © Wolfram Ullrich, Foto: Hubert P. Klotzeck

Laufzeit: 20.10.

Eröffnung am Samstag, den 19.10.2019, 19:00 Uhr

 

Der in Stuttgart lebende Wolfram Ullrich (*1961) verblüfft das Publikum mit seiner perfektionierten Augentäuscherei. Die im Grunde nur minimal erhobenen Reliefs scheinen dank seiner raffinierten Technik eine große Körperlichkeit zu entwickeln und in den Raum zu kragen. Dynamische Anordnungen der mehrteiligen Arbeiten verändern die gesamte Raumwahrnehmung. Erstmalig bringt das Museum für Konkrete Kunst, begleitend zur Ausstellung,  einen umfangreichen Katalog heraus, der das Gesamtwerk des Künstlers darstellt.