Raum - Licht - Zeit

Inge Dick & Susa Templin

Inge Dick: Sommer Licht Weiss
Susa Templin: Constructions, Galerie Anita Beckers, 2020

Raum - Licht - Zeit: Inge Dick
Raum - Licht - Zeit: Susa Templin

Eröffnung: 26.06.2021

Mit den Künstlerinnen Inge Dick und Susa Templin zieht die Fotografie ins Museum für Konkrete Kunst ein. Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Positionen: Beide verstehen sich nicht als Fotografinnen, sondern nutzen lediglich das Medium. Jede bespielt eigenständig eine Etage des MKK und verhandelt dabei das Verhältnis von Raum, Licht und Zeit auf ihre eigene Weise.

Inge Dick (*1941) beschäftigt sich mit der Wirkung des Sonnenlichts auf monochrome Flächen, die für das menschliche Auge weitestgehend unsichtbar bleibt. Seit Jahrzehnten untersucht sie systematisch in Serien die Vielfalt der Lichtfarben abhängig von Jahres- und Tageszeiten und versucht diese mittels Fotografie und Film zu erfassen. Dazu filmt sie aus einer statischen Position über Stunden hinweg eine weiße Fläche und montiert im Nachhinein einzelne Filmstills in einem Bild aneinander. Das Ergebnis ist nicht etwa eine weiße Fläche, sondern ein nicht zu erwartendes buntes Farbspektrum.

Susa Templin (*1965) denkt von Räumen aus. Damit begreift sie sich weniger als Fotografin. Sie sieht sich als Künstlerin zwischen Malerei und Bildhauerei, deren Medium die analoge Fotografie ist. In jeder ihrer Arbeiten reflektiert sie die Lichtbildkunst mit, sodass diese zum Medium und zum Inhalt wird. Ihre Idee von Fotografie bringt Templin im MKK in den Raum – im wortwörtlichen und doppelten Sinne: Die Künstlerin installiert „Spatial Abstractions“ – Räume aus Bildern von Räumen – und reagiert dabei auf die Licht- und Zeitverhältnisse des Museums.

Die beiden Ausstellungen „Raum – Licht – Zeit: Inge Dick“ und „Raum – Licht – Zeit: Susa Templin“ zeigen, wie sich das Medium der Fotografie in die zeitgenössische Konkrete Kunst einfügt.

Raum - Licht - Zeit: Inge Dick ist eine gemeinsame Ausstellung von Lentos Kunstmuseum Linz, Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt und Stiftung Konzeptuelle Kunst Soest.
Kuratorin: Gerda Ridler

[Project Gerold Miller]


Gerold Miller: section 2, 2017

Laufzeit: 25.07. bis 05.12.2021

ERÖFFNUNG: 24.07.201

Mit der Schenkung „section 2“ zieht ein bedeutendes Werk des international erfolgreichen Künstlers Gerold Miller in die Sammlung des MKK ein. Dies zum Anlass nehmend wird die großformatige Arbeit zum Zentrum der Ausstellung, denn in ihr verdeutlicht sich das Schaffen des Künstlers.

Messerscharf zeigt sich die Kante der Hard-Edge-Malerei, wenn der Schnitt zum Mittelpunkt wird und Farbe zerteilt. Aus klarer Linie gepaart mit dem metallenen Untergrund ergibt sich eine ungeahnte Härte und der zunächst einfach wirkende Bildaufbau entpuppt sich als überraschend raffiniert. Der bedeutende Zuwachs zur Sammlung wird in den Kontext weiterer Werkserien Millers gesetzt, um die Vielfältigkeit der strengen Bildsprache hervorzuheben.