Ausstellung

Über das Geistige in der Kunst

100 Jahre nach Kandinsky und Malewitsch


Julius Stahl, Cluster, Installation / Resonanzobjekte, Aluminum, Draht, Lack, Sinustöne, Elektronik, © Jürgen Spiler

Brigitte Schwacke, Hirayama Family, Installation 2014, legierter Draht, © Brigitte Schwacke

Laufzeit: 30.09. bis 10.03.2019

Eröffnung am Samstag, den 29.09.2018
um 19.00 Uhr


Eine gemeinsame Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst in München und dem MKK
Laufzeit in der DG: 12.09. bis 10.11.2018, Eröffnung am 11.09. um 19.00 Uhr
Ein gemeinsamer Katalog erscheint im September.

1912 erschien die bahnbrechende Schrift „Über das Geistige in der Kunst“ von Wassily Kandinsky. Zeitgleich mit ihm beschäftigten sich Künstler wie Piet Mondrian und Kasimir Malewitsch mit ähnlichen Gedanken. Sie suchten nach Möglichkeiten, wie man das Unsichtbare, das Transzendente, das Spirituelle darstellen könnte und sie gelangen alle zu einem ungegenständlichen Malstil, bei dem allein den Farben und Formen Bedeutung zukam.

Über hundert Jahre später stellt sich die Frage, welche Relevanz dieser geistigen Dimension in der ungegenständlichen Kunst geblieben ist. Die Konkrete Kunst gilt seit der Nachkriegszeit als eine streng mathematische Richtung, der jede spirituelle Bedeutung angeblich fehle, obwohl ihre Ursprünge bei Kandinsky, Mondrian und Malewitsch liegen. Eine junge Generation sieht sich nicht mehr in direkter Nachfolge solcher engen Stilbezeichnungen. Sie bezieht sich vielmehr assoziativ auf die Künstler zu Beginn des 20. Jahrhunderts und ihren synästhetischen Ansatz, Klang, Farbe und Bewegung zu einem Kunstwerk zu formen.

In der gemeinsamen Ausstellung von der Deutschen Gesellschaft für christliche Kunst (DG) und MKK soll an exemplarischen Positionen aktueller Kunst dieser Suche nach dem „Geistigen“ nachgegangen werden. Anders als bei Kandinsky und seinen Zeitgenossen geschieht dies heute ohne den missionarischen Eifer und dem Streben nach einer gesellschaftlichen Utopie. Was jedoch über die Zeiten verbindet, ist der Glaube an die Kraft und die Magie der Kunst.

KünstlerInnen:

Edith Dekyndt, Rainer Eisch, Ann Veronica Janssens, Raimer Jochims, Koka Ramishvili, Lienhard von Monkiewitsch, Jan van Munster, Brigitte Schwacke, Semiconductor, Julius Stahl, Erik Sturm, Andrea Wolfensberger sowie Werke aus der Sammlung.

Kuratorinnen: Benita Meißner, Simone Schimpf, Yvonne Ziegler