Carlos Cruz-Diez

Color In Motion


Carlos Cruz-Diez, Couleur Additive Série São Paulo 4, Paris 2007, Chromographie auf Leinwand, 100 x 100 cm, Ed. 3, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Courtesy of Atelier Cruz-Diez Paris

Carlos Cruz-Diez, Environnement Chromointerférent, 1974/2017, Ausstellung "Chroma", SCAD Museum of Art, Savannah, United States, 2017, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Courtesy of Articruz / Rafael Guillén

Laufzeit: 18.03. bis 16.09.2018

Eröffnung am Samstag, 17.03.2018 mit Art and Beat-Party

Carlos Cruz-Diez (*1923)  ist einer der wichtigsten internationalen Op-Art-Künstler. Er stammt aus Venezuela und lebt seit 1960 in Paris. In seinem Werk untersucht er die Wirkung von Farben durch Bewegung, Licht und optische Wahrnehmungsphänomene. Besonders bekannt ist Cruz-Diez durch zahlreiche Präsentationen und spektakuläre Arbeiten im öffentlichen Raum in den USA, in Frankreich sowie in Südamerika geworden. Endlich gibt es nun wieder eine Ausstellung in Deutschland: Das MKK zeigt die erste große Retrospektive seit Langem!

Cruz-Diez stellt einen Querschnitt seines Werks von den frühen Gemälden bis heute vor. Seine Farbstudien hat er in acht Werkgruppen aufgeteilt. Dazu gehören auch Farblichträume und interaktive Wahrnehmungsfelder. Für Ingolstadt plant Cruz-Diez genau solche begehbaren Installationen ebenso wie ein Farblabyrinth. Das gesamte Museum wird zu einem Rausch der Farben und einem optischen Erlebnisraum. Die Ausstellung im MKK verspricht somit eine Wiederentdeckung von Carlos Cruz-Diez‘ sensationeller Farbkunst zu werden.

 

 

Marie-Luise Heller


Marie-Luise Heller, Dia-Objekt, um 1970, Sprühlack auf Plexiglas, 80 x 80 cm, Galerie Claudia Weil, ©VG Bild-Kunst Bonn 2017, Foto: Ulrike Pennewitz

Laufzeit: 15.04. bis 17.06.2018

Eröffnung am Samstag, 14.04.2018

Seit Kurzem wird das Werk von Marie-Luise Heller (1918–2009) wiederentdeckt, deren Malerei dank ihrer kräftigen Farbwahl und der dynamischen Kompositionen an die amerikanische Pop Art denken lässt. Doch ist es eine ungegenständliche Variante mit Motiven wie Linien und Spiralen, die wiederum in deutlichem Bezug zur Konkreten Kunst stehen. Im Jahr 1967 wandte sich Heller dem Kunststoff als Träger ihrer Malerei zu. Sie montierte transparentes Plexiglas in mehreren Scheiben hintereinander und erschuf dadurch Objekte mit überraschender optischer Wirkung. Je nach Standort des Betrachters verändert sich die Wahrnehmung.

Der künstlerische Werdegang von Marie-Luise Heller ist exemplarisch für Frauen der Kreativszene in der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre hinein. Es war eine Zeit, in der sich Künstlerinnen nur schwer am Kunstmarkt behaupten konnten. Im Erdgeschoss des Museums wird ein Querschnitt ihres Schaffens gezeigt.